07. September 2009, 15:08  4. Etappe  | . Etappe ( Wohlen-Wohlen) 06. 09. 09
Die Hoffnung auf den Gesamtsieg hatten wir vor der Etappe begraben, Jan Keller war mit 39 Sekunden Rückstand auf den Holländer auf dem 7 Platz geführt. Wir wollten uns jedoch mit einer Super Etappenleistung noch einmal ins Herzen des Schweizer Publikums fahren. Wir gingen mit dem Vorhaben ins Rennen, aus den gemachten Fehlern, welche wir am Vortag mit dem kräftezehrenden Nachführen bezahlen mussten, immer in den Gruppen vertreten zu sein. Es kam dann, dass wir uns plötzlich zu Viert ( Micha, Jan, Lukas und ich) in einer etwa 15- köpfigen Gruppe befanden mit 2 Holländern. Leider war der Gesamtführende ( Holland) nicht dabei, so harmonierte die Gruppe nicht, da die zwei Holländer erfolgreich Störungsarbeit verrichteten. So konnte der Führende und noch etwa 20 weitere Fahrer wieder zu uns aufschliessen. Am Schluss musste etwa eine 20 Km lange Schlussrunde 3 Mal befahren werden, es musste dabei ein etwa 1,5 langer und recht happiger Berg bezwungen werden. Bei diesem Aufstieg fühlte ich mich sehr gut und ich beschloss in der letzten Runde an dieser Stelle anzugreifen. Sofort hatte ich eine kleine Lücke aufgerissen und ging mit vollen Risiko in die Abfahrt auf der Fläche gab ich alles was ich hatte und konnte meinen Vorsprung auf 37 Sekunden aufbauen. Leider wollten hinten im Feld die Holländer und Belgier auch etwas mitreden um den Etappensieg und führten mir nach. Etwa 800 Meter vor dem Ziel musste ich dann einsehen, dass es mit dem Etappensieg nichts wird. Das Feld brauste an mir vorbei und ich war riesig enttäuscht. Nach der Etappe munterten mich jedoch meine Teamkameraden und Trainer mit lobenden Worten wieder auf. Ich danke an dieser Stelle den 3 Schweizerfahrern, die hinten im Feld mit mir mitgefiebert haben und auf einen Sprintzug für Jan verzichtet haben, da sie alle an einen Etappensieg von mir geglaubt haben. Aber auch ohne Sprintzug konnte Jan schlussendlich den Super 3. Platz der Etappe herrausfahren. Ich würde sagen, dass dies ein kleiner Trost war für eine Etappe, die wir Schweizerfahrer wirklich geprägt haben.
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